7 % mehr, mindestens 300 Euro mehr, so die Forderung der Arbeitnehmervertreter in der kommenden Einkommensrunde zum Tarifvertrag der Länder, TV-L. „Wir brauchen faire Einkommen für alle“, stellt Rainer Nachtigall, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB), klar. Der Ankündigung, das Ergebnis auf den Beamtenbereich mit einer Verzögerung von 6 Monaten zu übertragen, erteile man eine deutliche Absage. „Wir erwarten, dass der Freistaat Bayern zu seinen Beschäftigten steht!“
Der BBB vertritt die Interessen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bayern, der Beamten und Angestellten des Landes und der Kommunen. Sein Dachverband ist Verhandlungsführer in den anstehenden Tarifverhandlungen.
„Wir brauchen faire Einkommen für alle. Der Tarifbereich stellt den Maßstab für den gesamten öffentlichen Dienst“, so Nachtigall. „Es geht um Motivation, Fachkräftebindung, Erhalt der Vorrangstellung auf dem Bewerbermarkt und als Verwaltungsapparat“, betont der BBB-Vorsitzende.
Bereits letzte Woche hatte die Staatsregierung angekündigt, die Verschiebung nur mit einer Verzögerung von 6 Monaten auf die verbeamteten Beschäftigten übertragen zu wollen. „Ein absolutes No-Go!“, so der BBB-Chef.
Es sei ein Gebot der Gerechtigkeit, alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst gleichermaßen an der allgemeinen Entwicklung teilhaben zu lassen. Das habe auch die Bayerische Staatsregierung jahrzehntelang als grundlegend angesehen. Die aktuelle Ankündigung, noch vor Aufnahme der Tarifverhandlungen, sei ein plumper Versuch, auf die Tarifverhandlungen einzuwirken und den Zusammenhalt der Beschäftigtengruppen zu spalten, so Nachtigall.
Nun sollen gerade diejenigen herhalten, deren Einkommen per Gesetz geregelt wird – und die damit dem schnellen Zugriff unterliegen.
Die Verwaltung, das Umsetzungsorgan des Staates, durch demotivierende Maßnahmen wie diese zu schwächen, sei in Zeiten knapper Kassen kontraproduktiv. „Es sind die Beschäftigten, die dem Staat ein Gesicht verleihen, die die täglichen Abläufe in Gang halten“, betont Nachtigall. Solche Maßnahmen sind ein Affront für das Engagement im täglichen Einsatz.
BBB-Presseerklärung vom 17. November 2025
Bild: BBB/mattweis
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