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BBB: Öffentlichen Dienst nicht kleinreden – dbb Kampagne „Deutschlands Stärke“!

Rentendiskussionen

15. Juni 2026

Mitten in unzähligen Diskussionen rund um das Berufsbeamtentum startet der dbb beamten bund und tarifunion seine Kampagne „Deutschlands Stärke“. Ein funktionierender Staat steht und fällt mit einem starken öffentlichen Dienst, das müsse ins Bewusstsein der Menschen zurückkehren. Bayern stehe in den aktuellen Diskussionen fest hinter dem öffentlichen Dienst, begrüßt der Vorsitzende des Bayerischen Beamtenbundes Rainer Nachtigall die letzten Äußerungen von Finanzminister Albert Füracker.

Aktuell wird aus vielen Richtungen und mit höchst unterschiedlichen Positionen darüber gestritten, ob Beamtinnen und Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden sollen. Diskutiert werden unterschiedlichste Modelle – von einer Einbeziehung nur künftig eingestellter Beamtinnen und Beamter bis hin zu Übergangs- und Bestandsschutzregelungen. Ein konkreter Gesetzentwurf liegt nicht vor; die Rentenkommission der Bundesregierung will ihre Vorschläge in den nächsten Tagen vorlegen.

Zu Recht betont der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, unmissverständlich in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2026, dass der Vorschlag einer Einbeziehung zwar einfach klinge, in der Umsetzung aber teuer und rechtlich schwierig wäre – und für die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung keine Lösung biete. Und auch der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger tut die Vorschläge als ideologisch motiviert ab und betont u.a., dass die Einbeziehung der Beamten die Finanzprobleme der Rentenversicherung nicht lösen, sondern lediglich Geld zwischen verschiedenen staatlichen Kassen verschieben würde. „Ein klares Bekenntnis zum Berufsbeamtentum seitens der Regierungsfraktionen“, stellt Nachtigall fest.

Für den BBB lenkt diese Debatte aber vom Wesentlichen ab. „Die eigentliche Frage ist doch: Wie stellen wir sicher, dass Bürgerinnen und Bürger sich auf einen handlungsfähigen Staat verlassen können?“, so Nachtigall. „Dafür brauchen wir einen öffentlichen Dienst, der attraktiv genug ist, um die besten Köpfe zu gewinnen und zu halten.“ Sicherheit und Planbarkeit – auch in der Versorgung – seien für viele ein wesentlicher Grund, sich für den Staatsdienst zu entscheiden. Wer diese Grundlagen ständig infrage stelle, gefährde am Ende die Funktionsfähigkeit der Verwaltung.

Offenbar ist der Wert einer leistungsfähigen Verwaltung in den Köpfen vieler nicht mehr präsent. Genau hier setzt die dbb-Kampagne „Deutschlands Stärke: unser öffentlicher Dienst“ an, die unter www.deutschlands-staerke.de abrufbar ist. Sie macht sichtbar, was hinter dem abstrakten Begriff „öffentlicher Dienst“ steht: Menschen, die Tag für Tag Verantwortung übernehmen, ihr Engagement und Wissen Einbringen – von der Polizistin über die Grundschullehrerin und den Förster bis zur Zollbeamtin.

Der öffentliche Dienst und auch Beamtinnen und Beamte sind dem Wohl des Landes verpflichtet, an Recht und Gesetz gebunden und zur politischen Neutralität verpflichtet. Damit garantieren sie Stabilität, Sicherheit und Zukunft – und stärken das Vertrauen in die Demokratie.

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